Private Krankenversicherung – Testbericht und Erfahrungen 2018

Zum Alltag in unserem Gesundheitswesen gehören leider Zuzahlungen, Selbstbehalte und nicht übernommene Leistungen sowie lange Wartezeiten und genervte Ärzte mit zu wenig Zeit für den Patienten. Und das bei ständig steigenden Beiträgen. Mit einer privaten Krankenversicherung können diese Belastungen gemindert und eine optimale Versorgung gewählt werden.

Bei dieser Krankenversicherung kann der Versicherungsschutz individuell gewählt werden. Je nach persönlicher Situation und Bedarf gibt es eine breite Auswahl an Tarifen. Bei Preis und Leistung gibt es erheblich Unterschiede. Daher sollte vor dem Abschluss ein gründlicher Private-Krankenversicherung-Vergleich erfolgen. Es handelt sich um eine wichtige Entscheidung, die ein Leben lang halten soll. Themen wie Eigenverantwortung und Wahlfreiheit spielen im System der PKV eine große Rolle. Zudem gibt es am Markt eine hohe Angebotsvielfalt der Versicherungsunternehmen, die untereinander im Wettbewerb stehen. Daher lohnt sich ein unabhängiger Krankenversicherung Vergleich.

Wer kann sich privat versichern lassen?

Arbeitnehmer können sich privat versichern, wenn ihr regelmäßiges Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt. In 2017 liegt die Grenze bei 57.600 Euro und steigt für 2018 auf 59.400 Euro. Maßgeblich dafür ist das Bruttogehalt. Selbstständige, Beamte und Freiberufler können sich grundsätzlich privat versichern lassen. Für diese Gruppen ist die Gehaltsgrenze nicht relevant.

Beamte und Beamtenanwärter sind beihilfeberechtigt und haben daher Zugang zu einer privaten Restkostenversicherung. Vom Dienstherrn bekommen sie eine Beihilfe zu den Krankheitskosten von mindestens 50 Prozent. Für den übrig bleibenden Teil wird eine private Krankenversicherung abgeschlossen. Diese ist entsprechend günstig, da sie – wie der Name schon sagt – nur die Restkosten neben der Beihilfe abdeckt. Daher ist ein private Krankenversicherung Vergleich bei Beamten eine gute Wahl.

Studenten können sich zu Beginn des Studiums für eine private Krankenversicherung entscheiden. Dann werden sie von der Versicherungspflicht befreit und diese Entscheidung gilt für die gesamte Zeit des Studiums.

 

Mit welchen Kosten muss man bei der Versicherung rechnen?

Die Beiträge richten sich in der Versicherung – im Gegensatz zur gesetzlichen Kasse – nicht nach dem Einkommen. Es wird ein individueller Beitrag berechnet, der sich nach Wahl der Tarife, des Eintrittsalters sowie des persönlichen Gesundheitszustandes richtet.

Als Faustformel gilt: je jünger und gesünder man beim Wechsel in die PKV ist, desto günstiger ist die monatliche Prämie. Durch den Einschluss eines Selbstbehaltes kann die Prämie weiter reduziert werden. Die Leistungen können sehr individuell ausgewählt werden, so dass Verbraucher das für sie optimale Preis- / Leistungsverhältnis finden. Dabei hilft ein Krankenkassen Vergleich weiter.

 

Welche Leistungen werden angeboten? Gibt es Zusatzleistungen von Krankenkassen?

Das Leistungsspektrum in der privaten Krankenversicherung ist ebenso breit wie vielfältig. Es gibt eine Vielzahl von Tarifen am Markt, die man entweder als Kompaktschutz in einem erhält oder sich modular nach dem Baukastensystem zusammenstellen kann. Grundsätzlich zu unterscheiden ist zwischen dem ambulanten und dem stationären Bereich. Dazu kommen noch Zahnleistungen sowie Zusatzversicherungen wie das wichtige Krankentagegeld und die Pflegepflichtversicherung.

Der ambulante Bereich umfasst Behandlungen bei Ärzten oder Heilpraktikern in deren Praxis, ohne dass es zu einem Aufenthalt im Krankenhaus kommt. Dazu zählen alle gängigen Fachbereiche vom Allgemeinmediziner über den Lungenfacharzt bis zum Psychotherapeuten. Einige Tarife sehen das sogenannte Primärarztprinzip vor. Für den Besuch bei einem Facharzt ist die Überweisung des Hausarztes notwendig. Diese Regelung reduziert die Prämie. Grundsätzlich erstatten gute Tarife Behandlungen bis zum 3,5-fachen Satz der Gebührenordnung. Bei den Honoraren gibt es die Möglichkeit, dass in besonderen Fällen eine Honorarvereinbarung mit dem Arzt getroffen wird. Dann kann dieser über den 3,5-fachen Satz der Gebührenordnung hinaus abrechnen. Auch die Übernahme von Leistungen beim Heilpraktiker mit alternativen Heilmethoden ist möglich.

Zudem gibt es in aller Regel eine Erstattung für rezeptpflichtige Medikamte sowie Heil- und Hilfsmittel. Gerade der Bereich der Heil- und Hilfsmittel sollte gut abgesichert werden, da hier in vielen Fällen hohe Kosten entstehen können. Dazu gehören unter anderem Massagen, Logopädie, Sehhilfen, Körperersatzstücke, Hör- und Sprechgeräte sowie Krankenfahrstühle.

Leistungen im stationären Bereich gibt es für medizinisch notwendige Krankenhausaufenthalte. Es besteht in der Regel die freie Wahl unter den Krankenhäusern bis hin zu Privatkliniken bei sehr guten Tarifen. Je nach Tarif gibt es Wahlleistungen bis hin zum Einbettzimmer und die Behandlung durch den Chefarzt oder einen anderen Spezialisten. Bei der Abrechnung kann auch eine Leistung über den 3,5-fachen Satz der Gebührenordnung erstattet werden, sofern der Tarif das vorsieht. Gerade in Privatkliniken kann das ein wichtiges Merkmal sein. Die meisten Tarife leisten auch für den Transport in das Krankenhaus der Wahl.

Beim Zahnarzt werden bis zu 100 Prozent der Kosten für Zahnbehandlungen übernommen. Auch hochwertiger Zahnersatz wie Implantate oder Vollkeramik-Kronen gehören zum Leistungsumfang. Je nach Anbieter sind bis zu 90 Prozent dieser Kosten im Tarif enthalten. Weitere Leistungen wie kieferorthopädische Maßnahmen und professionelle Zahnreinigung gehören ebenfalls zum Leistungskatalog eines guten Zahntarifes.

Wer längerfristig durch Krankheit oder einen Unfall ausfällt, hat finanzielle Einbußen zu tragen. Diese können mit einem Krankentagegeld aufgefangen werden. Arbeitnehmer erhalten eine Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber bis zum 44. Tag des Ausfalls. Anschließend sollte eine ausreichende private Vorsorge getroffen werden. Bei Freiberuflern und Selbstständigen gibt es keine gesetzlich geregelte Fortzahlung. Sie müssen ab dem ersten Krankheitstag an sich selber versorgen. Daher ist hier ein Krankentagegeld in ausreichender Höhe dringend zu empfehlen. Es kann natürlich bereits vor dem 43. Tag gezahlt werden.

 

Vergleich der privaten Krankenversicherungen

Die Auswahl der passenden Variante sollte sich nicht alleine nach dem Beitrag richten, sondern vor allem auch nach dem Leistungsumfang und ob man die Versicherung für das Ausland oder Inland benötigt.

Daher ist vor dem Vertragsabschluss ein Krankenkasse Vergleich so wichtig. Bei den Beiträgen kann bares Geld gespart werden, ohne das auf wesentliche Leistungen verzichtet werden muss. Ein umfassender Vergleich hilft dabei die passenden Tarife für eine bessere Versorgung im Gesundheitswesen zu finden. Individuelle Vorgaben und Wünsche nach bestimmten Leistungen werden dabei natürlich berücksichtigt.

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